Tesla patent drawings

Nikola Tesla Patents

Tesla was granted nearly 200 patents worldwide

Nikola Tesla German Patent 87269 - Device for Generating Electrical Currents with a Constant Number of Vibrations

Patentschrift Nr. 87269

Klasse 21: Elektrische Apparate.

Nikola Tesla in New York (V. ST. A.).

Vorrichtung zur Erzeugung Elektrischer Ströme von Gleichbleibender Schwingungszahl.

Patentiert im Deutschen Reich vom 29. August 1893 ab. Ausgegeben den 25. Juni 1896.

Nach vorliegender Erfindung werden elektrische Ströme von gleichbleibender Wechselzahl durch eine Kraftmaschine und einen elektrischen Stromerzeuger erzielt, welche letzteren derart eingerichtet und zueinander in Beziehung gebracht sind, daß 1. die Kraftmaschine allein imstande ist, dem bewegenden Element des Stromerzeugers eine schwingende Bewegung von gleichbleibender Schwingungszahl zu erteilen, oder daß 2. einerseits die Periode der Hin- und Herbewegung der Treibmaschine und andererseits die natürliche Schwingungsgeschwindigkeit des elektrischen Systems einander so annähernd gleichkommen, daß eine Resonanzwirkung gesichert wird, oder daß 3. die Treibmaschine, während sie vollauf im Stande bleibt, die einmal begonnene Schwingung beizubehalten, doch nicht die Kraft hat, die Schwingungsgeschwindigkeit entgegen dem Einfluße der Periodizität des elektromagnetischen Systems zu lindern.

Zur Erreichung dieser Bedingungen bedient sich der Erfinder einer Treibmaschine, welche den Gegenstand des Patentes Nr. 84335, Kl. 83, bildet, und auf deren wesentlichste Merkmale, soweit diese für den vorliegenden Fall in Betracht kommen, nachstehend Bezug genommen werden soll.

Bei dieser Maschine bilden ein frei bewegter Kolben und ein mit diesem zusammenwirkender federnder Körper ein elastisches System von bestimmter Schwingungsdauer, durch welches der Spule oder dem Anker eines Elektrizitätserzeuger Schwingungen von gleichbleibender Schwingungszahl erteilt werden.

Die Maschine, welche sich selbst auf eine bestimmte Schwingungszahl einzuregeln strebt, wirkt durch einen frei, d.h. nicht zwangsläufig hin- und herbewegten Teil mit dem mit diesem Teile verbundenen beweglichen Leiter oder dem Ankerkern eines elektrischen Stromerzeugers, welchem letzteren vermöge der elektrischen Verhältnisse des Stromkreises ebenfalls eine bestimmte Schwingungszahl zukommt, in der Weise zusammen, daß durch die gegenseitige Einwirkung der beiden möglichst übereinstimmend gewählten Schwingungszahlen die aus dem Zusammenspiel sich ergebende Schwingungszahl der ganzen Vorrichtung eine möglichst gleichbleibenden wird.

Nach bekanntem mechanischen Gesetz führt eine Feder von bestimmtem Beharrungsvermögen, wenn sie gespannt und dann freigegeben wird, isochrone Schwingungen aus deren Perioden der Hauptsache nach von der Starrheit der Feder selbst und ihrem eigenen Beharrungsvermögen oder demjenigen desjenigen Systems abhängig sind, von welchem die Feder einen Teil bildet. Dies trifft in allen denjenigen Fällen zu, wo die Kraft, welche die Feder oder das betreffende System in eine bestimmte Lage zu bringen strebt, der Lageveränderung proportional ist.

Bei der oben erwähnten Kraftmaschine wird diesem Gesetz in der Weise Rechnung getragen, daß ein Zylinder und Kolben angewendet werden, von denen der eine oder beide durch gespannten Dampf oder Gas fortwährend hin- und herbewegt wird, bezw. werden. Mit dem sich bewegenden Kolben oder, falls der Zylinder sich bewegt, mit diesem ist ein federnder Körper derart in Verbindung gebracht, daß derselbe dadurch in schwingender Bewegung erhalten wird, und daß die von dem durch die Triebkraft bewegten Kolben ausgehenden Stöße einerseits und die natürlichen Schwingungen des federnden Körpers andererseits stets in Bezug auf Richtung und Zeit miteinander übereinstimmen, einerlei in welchem Verhältnis das Beharrungsvermögen des Kolbens und dasjenige des bewegten Systems zueinander stehen, vorausgesetzt, daß diejenigen Grenzen, innerhalb deren das erwähnte Gesetz zutrifft, nicht überschritten werden.

Bei der betreffenden Maschine ist die Anordnung so getroffen, daß die Bewegung des Kolbens im Zylinder in der einen wie in der anderen Richtung dann aufhört, wenn die den Kolben bewegende Kraft und das demselben mitgeteilte Kraftmoment durch die zunehmende Spannung des Dampfes oder der Druckluft in dem der Bewegungsrichtung des Kolbens entsprechenden Ende des Zylinders ausgeglichen werden; und da der Kolben bei seiner Bewegung, den ihn treibenden Druck an einem bestimmten Punkte abschneidet und nunmehr der im Sinne einer Rückkehrbewegung des Kolbens wirkende Druck zur Geltung gelangt, so wird der Kolben jetzt in der entgegengesetzten Richtung bewegt, und setzt sich diese Wirkungsweise so lange fort, als der dazu erforderliche Druck zur Wirkung gebracht wird. Während die Länge des Hubes sich mit dem Druck ändert, ist aber die Geschwindigkeit der Hin- und Herbewegung nicht mehr von dem den Kolben treibenden Druck abhängig, als etwa die Bewegungsgeschwindigkeit eines fortwährend in Schwingung erhaltenen Pendels von der dasselbe periodisch bewegenden Kraft abhängig sein würde. Etwaige Änderungen in einer derartigen Kraft würden lediglich entsprechende Änderungen in der Größe des Hubes bezw. im Ausschlag der Schwingungen hervorrufen.

Als federnden Körper verwendet man am besten ein Luftpolster, d.h. eine eingeschlossene Luft oder Gasmenge, welche man durch die Bewegungen des Kolbens zusammendrücken und sich wieder ausdehnen läßt. Um ferner die federnde Wirkung zu einer fortwährend gleichbleibenden zu machen, verwendet man eine besondere, als Zylinder ausgebildete Luftkammer, in welcher die Luft sich unter dem gewöhnlichen Druck der äußeren Atmosphäre befindet. Man würde indessen auch irgend einen anderen Druck anwenden können. In dieser Kammer oder diesem Zylinder bewegt sich ein Plunger, welcher mit der Kolbenstange der Maschine verbunden ist. Die Ursache, weshalb man mit den bisher gebräuchlichen Kraftmaschinen derartige Wirkungen nicht hat erzielen können, ist darin zu suchen, daß man mit den hin- und herbewegten Maschinenteilen bisher ein schweres Schwungrad oder ein gleichwertiges andersartiges, kreisend bewegtes Organ von verhältnißmäßig großem Beharrungsvermögen verbunden hat, oder daß man da, wo es sich um eine kreisende Bewegung nicht handelte, auf die Erzielung derjenigen Bedingungen, welche für den besonderen Zweck vorliegender Erfindung wesentlich sind, kein Gewicht gelegt hat, wie denn auch das Vorhandensein solcher Bedingungen bei den bisher in Betracht kommenden Maschinen und Vorrichtungen einen besonderen Vorteil nicht gehabt haben würde.

Eine Maschine der vorerwähnten Art bietet aber ein Mittel zur Erzielung, einer Wirkung, die bisher nicht erreicht worden ist, und die darin besteht, fortlaufend elektrische Ströme mit konstanter Periode dadurch zu erzeugen, daß man die Bewegung des Kolbens auf einen im magnetischen Feld befindlichen Kern oder eine Spule überträgt.

Bei der Anwendung der Kraftmaschine zu dem angegebenen Zweck kommen aber gewisse Verhältnisse in Betracht, welche berücksichtigt werden müssen, wenn anders ein befriedigendes Ergebnis erzielt werden soll. Wenn man nämlich einen Leiter im Magnetfeld bewegt und einen Strom darin zirkulieren läßt, so kann es vorkommen, daß die zwischen dem Leiter und dem Magnetfeld stattfindenden elektromagnetischen Rückwirkungen die mechanischen Schwingungsbewegungen in dem Maße stören, daß der Isochronismus unterbrochen wird. Dies könnte beispielsweise dann eintreten, wenn die elektromagnetische Rückwirkung im Verhältnis zur Kraft der Treibmaschine sehr groß ist und eine Verzögerung des Stromes stattfindet, so daß die elektromotorische Reaktion eine ähnliche Wirkung hervorruft, wie solche durch eine Änderung in der Spannung der Feder hervorgerufen werden würde. Wenn man aber den Stromkreis des Stromerzeugers so einrichtet, daß die Phasen der elektromotorischen Kraft und des Stromes der Zeit nach zusammenfallen, d.h. also, wenn der Strom eine Verzögerung nicht erfährt, so wirkt der von der Maschine getriebene Stromerzeuger lediglich in der Art eines Reibungswiderstandes und wird für gewöhnlich die Periodizität der mechanischen Schwingungen nicht ändern, sondern höchstens den Ausschlag dieser Schwingungen. Diese Wirkung läßt sich leicht durch entsprechende Bemessung der Selbstinduktion und der Kapazität des Stromkreises einschließlich des Stromerzeugers sichern.

Es hat sich ferner als zweckmäßig erwiesen, die Perioden der Bewegungen der Kraftmaschine den natürlichen Perioden der elektrischen Schwingungen des Stromerzeugers gleich zu machen, um auf diese Weise die für die elektrische Resonanz günstigsten Bedingungen zu sichern und die Möglichkeit einer störenden Beeinflussung der Perioden der mechanischen Schwingungen auf ein Mindestmaß zu beschränken. Es hat sich indessen auch gezeigt, daß die Maschine und der mit dieser verbundene Stromerzeuger auch dann mit konstanter Periode schwingen, wenn selbst die zur Aufrechterhaltung einer konstanten Periode seitens der Maschine als solcher notwendigen theoretischen Bedingungen nicht streng eingehalten wurden, wenn man also beispielsweise - statt zur Sicherung eines federnden Luftkörpers von im wesentlichen sich gleichbleibendem Widerstand bei der Maschine einen besonderen Luftzylinder und Plunger anzuwenden - den Kolben unmittelbar auf Luftpolster wirken ließ, die an den Enden des Kolbenzylinders selbst angeordnet waren, obwohl die Starrheit solcher Luftpolster oder entsprechender Federn durch die im Zylinder vorkommenden Druckverändernissen wesentlich beeinflußt und geändert werden kann. Indessen wird man dadurch, daß man mit einer solchen Maschine einen Stromerzeuger verbindet, dessen eigene Periodizität annähernd derjenigen der Maschine entspricht, eine konstante Schwingungsbewegung auch bei einem innerhalb ziemlich weiter Grenzen wechselnden Druck aufrechterhalten können, indem das elektromagnetische System nach dieser Richtung regelnd wirkt.

Es ist ferner beobachtet worden, daß der seitens des elektromagnetischen Systems ausgeübte Einfluß unter gewissen Verhältnissen in dem Maße gesteigert werden kann, daß die Periodizität der mechanischen Schwingungen bei innerhalb ziemlich weiter Grenzen wechselndem Druck dadurch beherrscht wird. Dies wird in allen den wenigen Fällen zutreffen, wo die Kraft der Maschine zwar dazu ausreicht, um die einmal begonnenen Schwingungen fortzusetzen, nicht aber dazu, um die Geschwindigkeit derselben zu ändern.

Wenn also beispielsweise ein Pendel in Schwingung versetzt und eine geringe Kraft in dem Sinne periodisch zur Einwirkung gebracht wird, daß dadurch das Pendel in Bewegung erhalten bleibt, so wird diese Kraft doch keinen wesentlichen beherrschenden Einfluß auf die Periodizität der Schwingungen haben können, es sei denn, daß das Beharrungsvermögen des Pendels im Verhältnis zu der treibenden Kraft gering sei, und zwar wird es sich dabei gleich bleiben, ob die Kraft während eines größeren oder kleineren Bruchteiles der Periode zur Wirkung gebracht wird.

In dem hier in Betracht kommenden Fall dient die Maschine lediglich dazu, um die einmal begonnene schwingende Bewegung zu erhalten, wenn auch damit keineswegs die Leistung nützlicher Arbeit ausgeschlossen ist, die sich in einer Verkürzung des Hubes äußern würde.

Die Erfindung besteht demnach in der Verbindung eines Kolbens, der unter dem Einfluß von Dampf oder eines unter Druck befindlichen Gases frei hin- und herbewegt wird, mit dem beweglichen Organe eines elektrischen Stromerzeugers, welches Organ mit dem Kolben unmittelbar mechanisch verbunden ist, und diese Vorrichtung bezweckt insbesondere die Erzielung elektrischer Ströme von konstanter Periode. Zur Erreichung dieses Zwecks richtet man die Maschine am besten so ein, daß dieselbe an sich die Periodizität beherrscht, indessen können, wie gesagt, die Elemente dieser Kombination auch so eingerichtet sein, daß das elektromagnetische System die Periodizität entweder zum Teil oder sogar vollständig beherrscht.

Zur Erläuterung der Art und Weise, in welcher die Erfindung angewendet wird, sei auf die beiliegenden Zeichnungen Bezug genommen, in denen Fig. 1 im mittleren Schnitt eine Maschine nebst Stromerzeuger nach vorliegender Erfindung veranschaulicht, während Fig. 2 eine geänderte Ausführungsform zeigt.

In Fig. 1 bezeichnet A den Hauptzylinder, in welchem sich der Kolben B bewegt. Durch die Seitenwandungen des Zylinders treten einander gegenüber die Dampfeinlaßöffnungen C C etwa in der Mitte hindurch. Die ebenfalls in den Zylinderwandungen vorgesehenen Dampfauslaßöffnungen D D treten mit Abzweigungen an jeder Seite der Dampfeinlässe einander gegenüber in das Innere des Zylinders ein.

Die am Umfange des Kolbens B angeordneten Nuten E F stehen durch Öffnungen G an demselben an den betreffenden gegenüberliegenden Seiten des Kolbens mit dem Zylinder in Verbindung.

Die besondere Form des Zylinders, des Kolbens und der Ventile kann in mannigfacher Weise geändert werden, dagegen ist es zweckmäßig, die Dampföffnungen und vor allem die Ausströmungsöffnungen erheblich größer als sonst üblich zu bemessen, damit nicht etwa irgend eine unter dem Einfluß des Dampfes oder der Druckluft zur Wirkung gelangende Kraft der Rückkehrbewegung des Kolbens nach der einen oder der anderen Richtung entgegenwirken kann.

Die durch Stopfbüchsen in den Enden des Zylinders hindurchtretende Kolbenstange H tritt mit einer einseitigen Verlängerung durch Lager V eines besonderen Zylinders I hindurch, der in gleicher Linie mit dem erstgenannten Zylinder angeordnet ist, und in welchem sich der an der Kolbenstange H sitzende Kolben J bewegt.

Dieser Zylinder I hat keinerlei Einoder Auslaßöffnungen und ist im allgemeinen luftdicht eingerichtet, soweit nicht die Dichtungsflächen der Lager V etwas Luft durchlassen. Erfahrungsgemäß brauchen aber diese Lager nicht allzu genau abdichtend eingerichtet zu werden.

Durch ein den Zylinder umgebendes Gehäuse K wird um denselben herum ein freier Raum geschaffen, wobei die Lager V des Zylinders I durch das Gehäuse K nach außen hindurchtreten und der freie Raum zwischen dem Zylinder und dem Gehäuse durch Packungsmaterial dampf- oder luftdticht gemacht wird.

Das Hauptzuführungsrohr L für Dampf oder Druckluft mündet in den freien Raum, von dem aus alsdann zwei Rohre nach dem Zylinder A führen. In der Nähe dieser Rohre sind Schmiergefäße M so angordnet, daß aus denselben Öl durch die Rohre nach dem Zylinderkolben geführt wird.

Bei der hier veranschaulichten Ausführungsform der Maschine befindet sich an dem den Zylinder I umgebenden Gehäuse K ein flanschartiger Fortsatz n, mit welchem das Gehäuse an das Ende des Zylinders A angeschraubt ist. Auf diese Weise ist eine kleine Kammer O geschaffen, an deren Seiten sich Luftlöcher P befinden und von welcher Abtropfröhren Q ausgehen, die das sich ansammelnde Öl abführen.

Die Wirkungsweise der Maschine ist wie folgt:

Bei der verananschaulichten Lage der Teile, bei welcher der Kolben sich in der Mitte seines Hubes befindet, herrscht zu beiden Seiten des alsdann in der Mitte des Zylinders I befindlichen Plungers ein dem Druck der äußeren atmosphärischen Luft entsprechender Luftdruck. Wenn nun mit den Einlassrohren C C des Zylinders A irgend eine Dampfquelle bezw. eine Druckluftabgebevorrichtung verbunden und danach dem Kolben, etwa durch einen plötzlichen Stoße, Bewegung erteilt wird, so wird der Kolben sich in bekannter Weise hin- und herbewegen.

Durch die Bewegungen des Kolbens wird in den verschiedenen Seiten des Zylinders I die Luft abwechselnd zusammengedrückt und ausgedehnt. Indem bei der Vorwärtsbewegung die Luft vor dem Plunger J zusammengedrückt wird, findet eine gewisse federnde Wirkung statt, welche dahin strebt, den Plunger wieder zurückzubewegen. In gleicher Weise strebt die bei dieser Rückwärtsbewegung zusammengedrückte Luft dahin, den Plunger vorzubewegen.

Dieses Zusammendrücken der Luft im Zylinder I und der dadurch, der Hauptsache nach, infolge der mangelhaften Elastizität der Luft hervorgerufene Energieverlust hat eine ziemlich erhebliche Wärmentwicklung zur Folge, und diese Wärme wird in der Weise ausgenutzt, daß man den Dampf oder die Druckluft durch den Raum hindurchleitet, welcher durch das den Zylinder I umgebende Gehäuse geschaffen ist, so daß dadurch der auf den Kolben zur Wirkung gebrachte Dampf oder die Druckluft erwärmt und somit die Wirksamkeit der Maschine erhöht wird.

Bei irgend einer bestimmten derartigen Maschine wird der normale Druck einen Hub von bestimmter Größe zur Folge haben, der in dem Maße erhöht und vermindert werden wird, in welchem der Druck über den normalen steigt oder darunter herabgeht.

Beim Bau der Maschine kann man den Änderungen in der Länge des Kolbenhubes durch entsprechende Bemessung der Größe des zur Aufnahme des Luftpolsters bestimmten Zylinders I Rechnung tragen. Je größer der auf den Kolben ausgeübte Druck ist, in desto höherem Maß wird der federnd wirkende Luftkörper zusammengedrückt werden, so daß dadurch eine entsprechend stärkere Gegenkraft auf den Kolben zur Wirkung gelangt.

Die Geschwindigkeit oder Periodizität der Hin- und Herbewegung des Kolbens wird in der Hauptsache durch die Starrheit des federnden Luftkörpers und durch das Beharrungsvermögen der bewegten Teile bedingt, so daß man durch entsprechende Abmessung dieser beiden Faktoren zueinander, sei es, indem man die Größe des Luftzylinders und damit die Starrheit des federnden Körpers ändert, oder sei es, indem man die Belastung der beweglichen Teile regelt, innerhalb ziemlich weiter Grenzen jede beliebige Schwingungsperiode sichern kann.

Diese Bedingungen lassen sich für eine Maschine dieser Art durchweg mit Leichtigkeit feststellen, so daß also für innerhalb ziemlich weiter Grenzen verschiedene Druckänderungen eine durchaus gleichmäßige Periodizität aufrechterhalten werden kann.

Bei der mittleren Stellung des Plungers J im Zylinder I wird in diesem deshalb stets im wesentlichen derselbe Druck wie derjenige der äusseren Atmosphäre herrschen, weil der Zylinder zwar ein plötzliches Entweichen der Luft in dem Maße, daß die Wirksamkeit des Luftpolsters merklich darunter leiden könnte, nicht zuläßt, dabei aber ein langsames Durchsickern der Luft nach innen und außen durch die Dichtungsflächen um die Kolbenstange herum nach Maßgabe des jeweilen im Zylinder herrschenden Druckes gestattet, so daß der Luftdruck an den gegenüberliegenden Seiten des Plungers stets dem äußeren Atmosphärendruck ungefähr gleich bleiben wird.

An der Kolbenstange H ist ein Leiter oder eine Drahtspule D1 (Fig. 1) befestigt, welche durch die Bewegungen des Kolbens in dem durch die beiden Magnete B1 B1 geschaffenen Magnetfeld hin- und herbewegt wird. Diese Magnete können entweder permanente sein, oder sie können durch die mit einer Stromquelle E1 verbundenen Spulen C1 C1 erregt werden. Durch die Bewegung der Spule D1 in der Querrichtung der durch die Magnete erzeugten Kraftlinien werden Wechselströme in der Spule hervorgerufen. Wenn die Periodizität der mechanisch erzeugten Schwingungen eine sich gleichbleibende ist, so werden auch die elektrischen Ströme konstante Perioden haben und können zu beliebigen Zwecken verwendet werden.

Im vorliegenden Fall wird als notwendige Vorbedingung angenommen, daß das Beharrungsvermögen des beweglichen Teiles des Stromerzeugers und die dadurch hervorgerufene elektromagnetische Reaktion nicht derart ist, daß dadurch die Tätigkeit der Maschine gestört werden kann.

Fig. 2 zeigt eine Anordnungsweise, bei welcher die Treibmaschine allein nicht im Stand ist, die Periodizität der Schwingungen vollkommen zu beherrschen, indem hierbei vielmehr der Stromerzeuger mitwirkt. Die Treibmaschine ist hier die gleiche wie in Fig. 1, dagegen ist das äußere Luftpolster fortgelassen, indem hier statt dessen die an den Enden des Zylinders A befindlichen Lufträume zu dem erwähnten Zweck verwendet werden. Da der Druck in diesen Räumen von Änderungen abhängig ist, welchen der den Kolben bewegende Dampf oder die Luft unterliegt, so kann dadurch die Periodizität der Bewegung beeinflußt werden. Die Bedingungen sind also in diesem Fall nicht ganz so unveränderlich und zuverlässig wie bei der in Fig. 1 gezeigten Anordnungsweise. Wenn man indessen dafür Sorge trägt, daß die natürliche Periodizität der Schwingungen des elektrischen Systems annähernd mit der durchschnittlichen Periodizität der Treibmaschine übereinstimmt, so wird dadurch die Neigung zum gegenseitigen Abweichen ziemlich wirksam überwunden, und die Maschine wird selbst bei ziemlich erheblichen Druckänderungen ihre Periodizität beibehalten.

Im vorliegenden Fall besteht der Stromerzeuger aus einem magnetischen Gehäuse F1, in welchem ein an der Kolbenstange H befestigter, aus Platten zusammengesetzter Kern G1 hin- und herbewegt wird. Den Plunger umgeben zwei Erregerspulen C1 C1 und eine oder mehrere induzierte Spulen D1 D1.

Die Spulen C1 C1 sind mit einem Stromerzeuger E1 verbunden und so gewickelt, daß entsprechende Pole im Kern G1 gebildet werden. Durch Bewegen des letzteren werden demnach die Kraftlinien verschoben und Ströme in den Spulen D1 D1 hervorgerufen.

In den Stromkreis der Spulen D1 ist ein Stromverdichter H1 eingeschaltet, um die Selbstinduktion dieses Stromkreises auszugleichen. Ein solcher Stromkreis wird eine gewisse natürliche Schwingungsperiode besitzen, d.h. wenn die Elektrizität darin irgend eine Störung erfährt, so wird eine elektrische Schwingung von bestimmter Periode eintreten, und da diese von der Kapazität und Selbstinduktion abhängig ist, so kann diese Periode so geändert werden, daß sie mit der Periode der Treibmaschine übereinstimmt.

Wenn die Kraft der Maschine eine verhältnismäßig geringe ist und der Druck beispielsweise nur während eines sehr geringen Bruchteiles des ganzen Hubes zur Wirkung gelangt, so wird die elektrische Schwingung die Neigung haben, die Periodizität zu beherrschen. Es liegt demnach auf der Hand, daß, wenn diese Schwingung ihrer Natur nach nur unerheblich von der durchschnittlichen Schwingungsperiode der Maschine abweicht, eine solche Beherrschung unter gewöhnlichen Betriebsverhältnissen vollkommen genügen wird, um die beabsichtigte Wirkung zu sichern.

Es erhellt, daß, wenn ein Leiter im magnetischen Feld oder in Magnetkern durch Vorrichtungen der vorbeschriebenen Art in schwingende Bewegung versetzt wird, sich die Natur der dadurch hervorgerufenen Stromimpulse nach den jeweiligen Verhältnissen ändern wird. So können beispielsweise die Stromimpulse gegenüber den elektromotorischen Impulsen eine größere oder geringere Verzögerung erfahren, was zur Folge haben könnte, daß die positiven und die negativen Impulse in bestimmten Fällen ihrer elektromotorischen Kraft nach voneinander abweichen, oder es könnte die Natur der Ströme durch den jeweiligen Grad von Sättigung des Kernes geändert werden. Es ist also bei Apparaten der beschriebenen Art möglich, den elektromotorischen Impulsen in der einen Richtung ein Uebergewicht über die in der anderen Richtung erfolgenden Impulse zu geben. Durch genaue Berücksichtigung dieser Verhältnisse hat man es demnach in der Hand, ähnliche Wirkungen zu erzielen, wie man sie mittels gleichgerichteter Ströme zu erzielen im Stand ist.

Patentansprueche:

1. Vorrichtung zur Erzeugung elektrischer Ströme von gleichbleibender Schwingungszahl, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch eine Druckflüssigkeit bewegter Kolben, welcher mit einer Feder zu einem elastischen System von bestimmter Schwingungsdauer vereinigt ist, eine Spule oder einen Anker eines Elektrizitätserzeugers in Schwingung erhält.

2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1; dadurch gekennzeichnet, daß mit dem frei (d.h. nicht zwangsläufig) hin- und herbewegten Teil (B) einer Dampfoder Gas-Treibmaschine, welche sich selbst auf eine bestimmte Schwingungszahl einzuregeln strebt, der bewegliche Leiter (D1) oder der Ankerkern (G1) eines elektrischen Stromerzeugers, dem vermöge der elektrischen Verhältnisse des Stromkreises ebenfalls eine bestimmte Schwingungszahl zukommt, verbunden ist, so daß durch die gegenseitige Einwirkung der beiden möglichst übereinstimmend gewählten Schwingungszahlen die sich aus dem Zusammenspiel ergebende Schwingungszahl der ganzen Vorrichtung eine möglichst gleichbleibende wird.

Downloads

Downloads for this article are available to members.
Log in or join today to access all content.

Inquiries

All fields are required - No links please.